für Sonntag, den 05.09.2010
Lesungen: Weish 9,13-19 / Phlm 9b-10.12-17 / Lk 14,25-33
Gedenktage: 23. So. im Jk., Roswitha von Gandersheim, Chorfrau; Maria Theresia von Wüllenweber, Generaloberin; Mutter Teresa
Aus dem Evangelium:Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. Lk 14,27
Gedanken:Ohne Kontakt zum Kreuz können wir nicht Jünger Jesu sein. Dies ist nicht schon mit einer Verbesserung meiner Verhaltensweisen, meiner Etikette erreicht. Nein, nicht ein bisschen mehr christlicher Knigge, sondern "Durchbruch zum Kreuz" (D. Bonhoeffer) ist angesagt. Mein Kreuz, da denken wir vielleicht sogleich an Mitmenschen oder an unlösbare Probleme. Doch mein Kreuz befindet sich zunächst in mir selbst: in meiner Bedürftigkeit und Sündhaftigkeit. [...] Der Durchbruch zum Kreuz geht nicht ohne die Anerkennung der eigenen Bedürftigkeit und das damit verbundene Vertrauen in die Liebe Gottes. Wer sich der eigenen Schwachheit stellt und sich Gott ausliefert, wird Gottes Liebe erfahren. Das Kreuz entschlüsselt die Trennlinie in uns, das Wunder der österlichen Verwandlung ereignet sich durch das Kreuz hindurch.Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB, Eichstätt