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Bestellnummer: 9783851654707

Das Rechtssystem zwischen Staat und Zivilgesellschaft

Zur Rolle gesellschaftlicher Selbstregulierung und vorstaatlicher Schlichtung

Verlag
Passagen Verlag Ges.M.B.H
Produktinformation
Herausgeber: Jürgen Nautz, Emil Brix, Gerhard Luf, Sozialwissenschaften/Recht/Wirtschaft, 256 Seiten, Sprache: Deutsch, 242 x 156 x 20mm
Das österreichische Rechtssystem zeichnet sich durch eine generell hohe Regelungsdichte und durch eine auffallende Orientierung aller Konfliktlösungsmechanismen am Staat aus. Der Freiraum für zivilgesellschaftliche Lösungsansätze scheint geringer als
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Produktbeschreibung

Das österreichische Rechtssystem zeichnet sich durch eine generell hohe Regelungsdichte und durch eine auffallende Orientierung aller Konfliktlösungsmechanismen am Staat aus. Der Freiraum für zivilgesellschaftliche Lösungsansätze scheint geringer als in anderen europäischen Staaten. Historisch gesehen ist diese Situation der von den Herrschenden und von der Bevölkerung geteilten Überzeugung, dass jede gesellschaftliche Fragestellung am besten rechtlich und vom Staat geregelt wird, eine Folge des aufgeklärten Absolutismus des 18. Jahrhunderts und des etatistischen Liberalismus des 19. Jahrhundert. Die Vorstellung, dass gesellschaftlichen Konflikten mit einer uneingeschränkten Verrechtlichung aller Fragestellungen begegnet wird, sollte die heterogene politische und soziale Struktur der Habsburgermonarchie zusammenhalten. Diese Tradition hat bis heute deutliche Spuren in der Rechtskultur und im Rechtssystem hinterlassen. Der Band widmet sich dem Problemkreis der gerechten Ordnung im Zusammenwirken von Zivilgesellschaft und Staat mit theoretisch-historischen Erörterungen und vor allem der Analyse praktischer Erfahrungen und Planungen.
Informationen zum Autor
Jürgen Nautz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter an der Universität Gesamthochschule Kassel und Universitätsdozent für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Wien. Emil Brix ist Diplomat im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten und Generalsekretär der Österreichischen Forschungsgemeinschaft. Gerhard Luf ist Professor am Institut für Rechtsphilosophie und Rechtstheorie der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

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