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Bestellnummer: 9783402115831

Der Jansenismus - Eine "katholische Häresie"?

Das Ringen um Gnade, Rechtfertigung und die Autorität Augustins in der frühen Neuzeit

Verlag
Aschendorff Verlag
Produktinformation
Herausgeber: Dominik Burkard, Tanja Thanner, Geisteswissenschaften/Kunst/Musik, Sprache: Deutsch, 236 x 159 x 38mm
Die Frage nach der Determination des Menschen - und damit nach der Freiheit seines Willens - gehört zu den alten Fragen der Menschheitsgeschichte. Im Kontext der Christentumsgeschichte fand sie vor allem in der Kontroverse des Augustinus von Hippo mit
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Produktbeschreibung

Die Frage nach der Determination des Menschen - und damit nach der Freiheit seines Willens - gehört zu den alten Fragen der Menschheitsgeschichte. Im Kontext der Christentumsgeschichte fand sie vor allem in der Kontroverse des Augustinus von Hippo mit Pelagius zu Beginn des 5. Jahrhunderts ihren Austrag - und ihre grundsätzliche theologisch-kirchliche Klärung. Doch gab das Problem von göttlicher Gnade und menschlicher Freiheit auch später immer wieder Anlass zu heftigen theologischen Debatten. Nicht zuletzt die durch die Reformation fokussierte Frage nach der "Rechtfertigung" des Menschen wirkte als Katalysator. Zwischen den sich herausbildenden Konfessionen entbrannte im Gefolge dieser Debatten auch ein Kampf um das "Erbe" Augustins. Die gnadentheologischen Probleme führten zu heftigen innerkatholischen Kontroversen, die schließlich Mitte des 17. Jahrhunderts im Konflikt um den Augustinus des Cornelius Jansenius (1585-1638) kulminierten. Das Werk, das den Anspruch authentischer Interpretation des Kirchenvaters erhob, gelangte unmittelbar nach seinem Erscheinen auf den römischen Index der verbotenen Bücher. 1653 wurden durch die päpstliche Bulle Cum occasione zudem fünf (angeblich) dem Augustinus entnommene Propositionen als häretisch verdammt. Die Brisanz dieses Aktes war offenkundig: Hatte das Lehramt damit die gnadentheologische Position des Kirchenvaters Augustinus selbst verurteilt? Der Band trägt dem komplexen, vielschichtigen Gesamtphänomen "Jansenismus" Rechnung, rückt dabei aber dezidiert die theologische Ausgangsfrage sowie die Bedeutung Augustins in den Blick - eine forschungsgeschichtlich weitgehend vernachlässigte Seite des "Jansenismus". The question of Man's determination - and thus of the freedom of his will - belongs to the old questions in the history of Man. Within the context of Christian history it was born out - and found its basic theological and ecclesiastical answer - in the controversy between St Augustine of Hippo with Pelagius in the early 5th century A.D. The problem of divine grace and human freedom, however, offered repeatedly occasion for vehement theological debates. Not least the question of Man's "justification", focussed so much by the Reformation, acted as a catalyst. Between the emerging denominations there developed a fight for the 'legacy' of St Augustine. The problems connected with the theology of grace led to severe inner-catholic controversies, which culminated during the middle of the 17th century in the conflict about the Augustine by Cornelius Jansenius (1585-1638). The work, which claimed to be the authentic interpretation of the Church Father, soon ended up on the Roman Index of prohibited books. Moreover, in 1653 five propositions (purportedly) taken from Augustine were condemned as heretical by the Papal bull 'Cum occasione'. The explosive force of this act was obvious: had the Church herewith condemned the grace theology positions of Augustine the Church Father themselves? The volume takes into account the complex, multifaceted phenomenon of "Jansenism", concentrates, however, on the theological issues as well as on the importance of St Augustine, a hitherto neglected aspect in the scholarship on "Jansenism".