Ein Unternehmen der Kirche.
Bestellnummer: 9783402158845

Die Universität Münster in der Zeit des Nationalsozialismus

Kontinuitäten und Brüche zwischen 1920 und 1960

Verlag
Aschendorff Verlag
Produktinformation
Herausgeber: Hans-Ulrich Thamer, Daniel Droste, Sabine Happ, Geisteswissenschaften/Kunst/Musik, 1186 Seiten, Sprache: Deutsch, 248 x 230 x 76mm
Im Juli 2007 rief das Rektorat derWestfälischenWilhelms-Universität Münster eine
Kommission zur Aufarbeitung ihrer Geschichte unter der Leitung von Prof. Dr.
Hans-Ulrich Thamer ins Leben. Der Kommission gehörten Zeithistorikerinnen und
Zeithistoriker
79,00 * inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Versandfertig in 2 Tagen
Ihre Vorteile
  • Schnelle Lieferung
  • Per Rechnung bezahlen
  • Preisvorteile bis 75%
  • 4 Wochen Widerrufsrecht
  • Katalog monatlich

Wir sind zertifiziert:

Fair handeln - Schöpfung bewahren Fairtrade Bio-Siegel der Europäischen Union

Wir empfehlen Ihnen

Produktbeschreibung

Im Juli 2007 rief das Rektorat derWestfälischenWilhelms-Universität Münster eine Kommission zur Aufarbeitung ihrer Geschichte unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer ins Leben. Der Kommission gehörten Zeithistorikerinnen und Zeithistoriker, aber auch Wissenschaftler anderer Fachrichtungen an. Der vorliegende Band stellt die Ergebnisse ihrer Forschungen vor und ermöglicht erstmals einen umfangreichen und interdisziplinären Blick auf die Geschichte der Universität Münster im 20. Jahrhundert, der über die bislang vorliegenden Einzelstudien weit hinausgeht. Die Beiträge zu Strukturen, Fakultäten und Instituten sowie Personen der Universität zeichnen das Bild einer sich über die Jahrzehnte kontinuierlich ausdifferenzierenden, intensiv mit ihrer westfälischen Umgebung vernetzten Institution. Gleichzeitig wird deutlich, wie eng dieWissenschaft auch in Münster mit dem nationalsozialistischen Regime verknüpft und in seine Verbrechen verstrickt war. Dabei zeigen sich langjährige Kontinuitäten in Forschungsinhalten, Mentalitäten und Personal von derWeimarer Republik über das "Dritte Reich" bis zur Bundesrepublik. Ebenso wird dieWirkmächtigkeit wissenschaftlicher Netzwerke zur Reintegration belasteter Kollegen nach 1945 deutlich, der gegenüber Ansätze zu einem würdevollen Umgang mit den Opfern der NS-Herrschaft lange Zeit in den Hintergrund traten. Somit stehen die Ergebnisse der Kommissionsarbeit im Einklang mit den Erkenntnissen der modernen Universitätsgeschichtsschreibung, welche nicht nur das Bild eines umfassenden Neuanfangs der deutschen Universitäten nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch den Mythos einer unpolitischen, "sauberen" Wissenschaft in der Zeit davor umfassend widerlegen konnte.