Ein Unternehmen der Kirche.
Bestellnummer: 9783861100645

Dissonanzen in Orpheus' Gesang

Untersuchungen zur Polemik im Prosawerk Rainer Maria Rilkes

Autor
Michaela Bertolini
Verlag
Röhrig Universitätsverlag
Produktinformation
Herausgeber: Gerhard Sauder, Karl Richter, Gerhard Schmidt-Henkel, Geisteswissenschaften/Kunst/Musik, 173 Seiten, Sprache: Deutsch, 208 x 146 x 15mm
In der etablierten Rilke-Forschung ist das Phänomen Polemik bislang unberücksichtigt geblieben, zumindest als ernstzunehmender interpretativer Ansatz. Sprachliche Manifestationen dieser Form der Widerrede sind offensichtlich unvereinbar mit der über
18,00 * inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Versandfertig in 2 Tagen
Ihre Vorteile
  • Schnelle Lieferung
  • Per Rechnung bezahlen
  • Preisvorteile bis 75%
  • 4 Wochen Widerrufsrecht
  • Katalog monatlich

Wir sind zertifiziert:

Fair handeln - Schöpfung bewahren Fairtrade Bio-Siegel der Europäischen Union

Wir empfehlen Ihnen

Produktbeschreibung

In der etablierten Rilke-Forschung ist das Phänomen Polemik bislang unberücksichtigt geblieben, zumindest als ernstzunehmender interpretativer Ansatz. Sprachliche Manifestationen dieser Form der Widerrede sind offensichtlich unvereinbar mit der über Jahrzehnte hin kultivierten Vorstellung vom sensiblen Impressionisten, esoterischen Symbolisten und weltabgewandten Ästheten Rilke. Die vorliegende Untersuchung basiert auf einer Fragestellung, die die pragmatische Dimension polemischer Rede in Beziehung setzt zur persuasiven Wirkungsabsicht des Autors. Dabei wird deutlich, daß Rilke die Polemik einsetzt, um die Künstlerexistenz zu legitimieren. Der Autor problematisiert die Stellung des Künstlers in der bürgerlichen Gesellschaft des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Bei ihm verbindet sich die allgemeine sozialhistorische Problemkonstellation des modernen Künstlers, der für sich und seine Kunst Unabhängigkeit von der Zweckrationalität ökonomischer Prozesse reklamiert, mit einem privaten Rechtfertigungssyndrom, das die Durchsetzung der sozialen und ökonomischen Anerkennung einer Sonderexistenz als Künstler zum Ziel hat. Unter diesem Gesichtspunkt erfährt auch die Idee des "l'art pour l'art" eine radikale Umdeutung: die Autonomie der Kunst tritt hinter die Autonomie des Künstlers zurück.

Dieses Produkt finden Sie auch in den Kategorien