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Bestellnummer: 9783823369462

Facetten des Kriminalromans

Ein Genre zwischen Tradition und Innovation

Verlag
Narr Dr. Gunter
Produktinformation
Herausgeber: Eva Parra-Membrives, Wolfgang Brylla, Geisteswissenschaften/Kunst/Musik, 237 Seiten, Sprache: Deutsch, 221 x 150 x 20mm
Der Kriminalroman ist en vogue. Schon ein flüchtiger Blick auf die Bestsellerlisten reicht, um sich der Popularität der Gattung bewusst zu werden. Trotzdem wird der Krimi von den Literatur- bzw. Kultur- oder Medienwissenschaften immer noch als bloße
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Produktbeschreibung

Der Kriminalroman ist en vogue. Schon ein flüchtiger Blick auf die Bestsellerlisten reicht, um sich der Popularität der Gattung bewusst zu werden. Trotzdem wird der Krimi von den Literatur- bzw. Kultur- oder Medienwissenschaften immer noch als bloße Unterhaltungs- und Trivialware angesehen, der ein gewisser schematischer Strukturaufbau zugrunde liegt. Als Kitschliteratur in die Ecke der Belletristik abgestempelt macht vor allem die Literaturforschung immer noch einen großen Bogen um das Genre. Nach wie vor scheint der vielsagende Satz von Richard Alewyn zu gelten, der Ende der 1960er Jahre konstatierte: "Das Lesen von Detektivromanen gehört zu den Dingen, die man zwar gerne tut, von denen man aber nicht gern spricht". Dieser Band greift die Frage nach dem weit gefassten, von Vielfalt und Verschiedenartigkeit getragenen Gesamtbild des Krimis auf und bietet eine literaturwissenschaftliche Untersuchung des Variantenreichtums der Gattung.
Inhaltsverzeichnis
Wolfgang Brylla Statt eines Vorwortes. Krimis sind eben nicht nur Krimis TEIL I: GESCHICHTE IM KRIMI, KRIMI IN GESCHICHTE Cezary Lipinski Auf der Suche nach einem narrativen Zentrum. Überlegungen zu Karl von Holteis "Ein Mord in Riga" (1855) Paul Martin Langner Der Reiz des Unbekannten im Bekannten. Zum historischen Kriminalroman "Rungholts Erbe" von Derek Meister (2006) Adam Sobek Quest. Kreisförmiges Handlungsschema in Simone Tives' Kriminalroman. "Die Tage des Saturn" und Hans Dieter Stövers "Tödliche Dosis" Joanna Wolowska Die Aufklärung des Verbrechens liegt in der "Geschichte" der DDR. Am Beispiel der Romane von Anne Chaplet, Christian v. Ditfurth und Elisabeth Herrmann TEIL II: REGIONALKRIMIS AUF DER SUCHE Urszula Bonter Stadt - Land - Mord. Einige Bemerkungen zu den aktuellen deutschen Regionalkrimis Maike Schmidt Berlin-Krimis seit 2000. Von der Metropole zur Provinz Rafal Biskup Zwischen Kriminalkomödie und Regionalidentität. Kömisorz Hanusik von Marcin Melon Anna Volk Adaptationen von regionalen Krimis im Fernsehen. Das Beispiel "Wilsberg" Jürgen Joachimsthaler Krimi - Antikrimi - Metakrimi. Joachim Maass: "Der Fall Gouffé" Andrey Kotin Das Böse der Banalität. Vladimir Nabokovs "König, Dame, Bube" als künstlerischer Antikrimi TEIL IV: DAS VERBRECHEN VON HEUTE Agnieszka Dylewska Ein Krimi ohne Auflösung? Zu Inka Pareis Roman "Was Dunkelheit war" Gerda Nogal (Selbst)Reflexion des Schreibprozesses zwischen Krimi- und Komikansätzen. Zu Birgit Vanderbekes "abgehängt" (2002) Wolfgang Brylla Ist der Detektiv passé? Narrative Ermittlung des Selbstmordes in Rainer Wocheles Novelle "Der Flieger" Jan-Moritz Werk "Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit". Die Kurzgeschichten von Ferdinand von Schirach TEIL V: INTERVIEW Wolfgang Brylla "Kriminalromane sind das vielseitigste Genre überhaupt". Gespräch mit Susanne Goga-Klinkenberg

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