Ein Unternehmen der Kirche.
Bestellnummer: 9783861102632

Leichen im Keller

Zu Fragen des Gender in Angstinszenierungen der Schauer- und Kriminalliteratur (1790-1830)

Autor
Silke Arnold-de Simine
Verlag
Röhrig Universitätsverlag
Produktinformation
Geisteswissenschaften/Kunst/Musik, 535 Seiten, Sprache: Deutsch, 210 x 148 x 35mm
Die Untersuchung fragt nach den Strategien der Angstinszenierung, welche für die Schauer- und Kriminalliteratur dieses Zeitraums (1790-1830) konstitutiv sind. Sie werden als funktionaler Bestandteil eines übergreifenden und kontinuierlichen
37,00 * inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Versandfertig in 2 Tagen
Ihre Vorteile
  • Schnelle Lieferung
  • Per Rechnung bezahlen
  • Preisvorteile bis 75%
  • 4 Wochen Widerrufsrecht
  • Katalog monatlich

Wir sind zertifiziert:

Fair handeln - Schöpfung bewahren Fairtrade Bio-Siegel der Europäischen Union

Wir empfehlen Ihnen

Produktbeschreibung

Die Untersuchung fragt nach den Strategien der Angstinszenierung, welche für die Schauer- und Kriminalliteratur dieses Zeitraums (1790-1830) konstitutiv sind. Sie werden als funktionaler Bestandteil eines übergreifenden und kontinuierlichen Angstdiskurses interpretiert, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts gesamtgesellschaftlich ausdifferenziert, ästhetisch funktionalisiert und geschlechtdichotomisch aufgeladen wird. Ausgehend von der Beobachtung, daß im englischen Raum vor allem Frauen die Produzentinnen und Rezipientinnen von Schauerromanen waren, wird dabei in der deutschen Literaturgeschichte nach der vergessenen Geschichte des Schauerromans von Autorinnen recherchiert. An bislang weitgehend unbekanntem Textmaterial kann gezeigt werden, daß der Schauerroman von Frauen vor allem als Gegen- und Paralleldiskurs zum empfindsamen Familienroman fungiert. Die Angstinszenierungen führen die Familie als Ort der Gefahr und des Schreckens vor, wobei insbesondere die Mutter-Töcher-Beziehungen eine zentrale Rolle einnehmen. Damit äußert sich in diesen Texten eine Differenzerfahrung, die sich subversiv zur herrschenden Familien- und Weiblichkeitsideologie verhält und die nur unter dem Risiko des Verlustes der inneren als auch der äußeren Identität thematisiert werden konnte. Während das zeitgenössische Weiblichkeitsideal von der Frau als harmonischem, ganzheitlichen Wesen ausgeht, inszenieren die Autorinnen nicht nur ängstliche, sondern vor allem auch angsteinflößende literarische Frauengestalten.

Dieses Produkt finden Sie auch in den Kategorien