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Bestellnummer: 9783406495656

Verbrechensopfer

Gesetz und Gerechtigkeit

Autor
Winfried Hassemer, Jan Philipp Reemtsma
Verlag
Beck C. H.
Produktinformation
Sozialwissenschaften/Recht/Wirtschaft, 190 Seiten, Sprache: Deutsch, 212 x 141 x 21mm
Lange Zeit stand der Täter im Vordergrund aller kriminalpolitischen und strafrechtlichen Bemühungen um eine angemessene Antwort auf Verbrechen und ihre Folgen. Das Opfer kam argumentativ nicht vor. Es handelte sich im wesentlichen um eine
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Produktbeschreibung

Lange Zeit stand der Täter im Vordergrund aller kriminalpolitischen und strafrechtlichen Bemühungen um eine angemessene Antwort auf Verbrechen und ihre Folgen. Das Opfer kam argumentativ nicht vor. Es handelte sich im wesentlichen um eine Zweierbeziehung zwischen Täter und Strafrecht. Es ging darum, dem Täter gerecht zu werden, und im Komplex von Schuld und Strafe galt der Täter vielen als das eigentliche Opfer, nämlich als Opfer staatlicher Vergeltungsmaßnahmen. Das Verbrechensopfer selbst hingegen, dessen Anspruch auf Gerechtigkeit der Staat im Namen des Gewaltverbots gleichsam "enteignet" und in die eigene Hand nimmt, trat an den Rand des Blickfelds. Heute ist das anders geworden. Nicht Freiheit vor staatlichen Übergriffen, sondern Sicherheit vor Kriminalität beherrscht die Diskussion, und ein opferorientiertes Strafrecht gewinnt zunehmend an Boden. Der Staat ist in unserer Wahrnehmung heute eher Schutzmann als Kerkermeister. Dieser Wandel wirft zahlreiche Probleme auf, denen Winfried Hassemer und Jan Philipp Reemtsma in ihrem Buch nachgehen. Sie lassen sich auf eine einzige Frage zuspitzen: Ist die Täterorientierung des Strafrechts ein unverzichtbares Kennzeichen des Rechtsstaats und ein Gebot unserer Verfassung? In ihrer differenzierten Analyse, die juristische und rechtspraktische Aspekte ebenso einbezieht wie moralphilosophische und kulturhistorische, gewinnt ein Programm Konturen, das den Ansprüchen von Verbrechensopfern auf Einbeziehung in die Aufmerksamkeit von Strafrecht und Kriminalpolitik stärker als bislang Rechnung trägt.
Informationen zum Autor
Winfried Hassemer, Dr. jur., Dres. h.c., ist Professor für Strafrecht an der Universität Frankfurt und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: Theorie und Soziologie des Verbrechens (21980), Einführung in die Grundlagen des Strafrechts (21990), Strafen im Rechtsstaat (2000). Jan Philipp Reemtsma, Dr. phil., ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg und Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Er hat zahlreiche Beiträge zur Geschichte und Literatur vorgelegt. Bei C.H.Beck ist erschienen "Wie hätte ich mich verhalten?" und andere nicht nur deutsche Fragen (2001) sowie zusammen mit Saul Friedländer Gebt der Erinnerung Namen (bsr 1308).

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