Steinschleuder und glatte, runde Steine

Das gelobte Land

Im letzten Jahrhundert war für viele Europäer Nordamerika das gelobte Land, 1989 für viele DDR-Bürger die Bundesrepublik. »Das gelobte Land«, das sagt man, wenn man von einer Gegend oder auch nur einer Umgebung spricht, von der man meint, dass man dort ideal arbeiten und leben könnte. Vorbild für diese Redeweise ist »das verheißene Land« der Bibel, in das Abraham aus dem Osten gezogen ist, später die Israeliten aus der Knechtschaft in Ägypten.

Die jüdische Tradition sagt, dass Gott den Israeliten dieses Land versprochen und geschenkt hat. Hier liegt eine der Wurzeln des Konfliktes zwischen Palästinensern und Israelis heute. Und so nennt man dieses Land »Palästina« oder »Israel« - je nach Standpunkt in diesem Konflikt.

Und egal, ob man nun das heilige Land, die USA oder die Bundesrepublik für das gelobte Land hält. Wenn die Redeweise ernst gemeint ist, dann hat das gelobte Land soviel Anziehungskraft, dass es die Menschen zum Aufbruch bewegt. Der Urvater solcher Menschen, die aufbrechen, ist Abraham - eine der ersten großen Gestalten in der Bibel.

1 Mose 12,1 ff.

Quellen

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