Steinschleuder und glatte, runde Steine

Es wird nicht ein Stein auf dem anderen bleiben

In Berichten über die Zerstörungen, die der Krieg anrichtet, taucht eine Redewendung immer wieder auf: Es wird erzählt, dass in einem Dorf oder einer Stadt »kein Stein auf dem anderen geblieben« ist.

Diese Redewendung ist uns durch die Bibel überliefert worden: Jesus kündigt an einer Stelle an, dass der Tempel in Jerusalem zerstört wird. Für die Juden war das damals eine katastrophale Sache, schließlich war der Tempel das religiöse Zentrum des Volkes. Ein politisches gab es schon länger nicht mehr, weil die Römer als Besatzungsmacht regierten. Im Jahre 70 ist der Tempel dann tatsächlich von den Römern zerstört worden.

Heute befindet sich auf dem Tempelberg eine islamische Moschee, der Felsendom. Das einzige, was den Juden geblieben ist, ist die berühmte Klagemauer, einst die Nordseite des Tempelbergs.

Mt 24,2

Quellen

  • Banner: © stock.adobe.com / pamela_d_mcadams