Marienstatue aus hellem Stein mit geöfnetten Händen umgeben von grünen Pflanzen.

Gedenktag »Unserer lieben Frau in Jerusalem« (21. November)

Jedes Jahr am 21. November begeht die katholische Kirche den Gedenktag »Unserer Lieben Frau in Jerusalem« (auch Mariä Tempelgang, Mariä Opferung, Darstellung Mariens im Tempel oder Praesentatio Beatae Mariae Virginis), an dem der Weihe der Marienkirche in Jerusalem sowie dem Tempelgang Marias gedacht wird.

Bedeutung

Der heutige Name des Gedenktages »Unserer Lieben Frau in Jerusalem« leitet sich von der Weihe der Marienkirche ab, welche im Jahre 543 nach Christus in der Nähe des Tempels in Jerusalem fertiggestellt worden war.

Der frühere Name Mariä Opferung bzw. Mariä Tempelgang geht auf die alte Überlieferung zurück, nach welcher Maria als dreijähriges Kind von ihren Eltern Joachim und Anna in den Tempel gebracht und dort von Tempeljungfrauen erzogen worden sein soll (laut dem apokryphen Protoevangelium des Jakobus).

Marienstatue mit Rosenkranz über gefallteten Händen, weiß-goldenem Schleier und Sternenkranz.

Das Fest »Mariä Geburt« (8. September)

Die Kirche begeht alljährlich am 8. September das Fest Maria Geburt (auch »Mariä Geburt«…

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Schwangere Maria umarmt Elisabet. Text: magnificat anima mea dominum.

Das Magnificat - Lobgesang Marias

Das Magnificat ist der Lobgesang Marias, den sie bei ihrer Base Elisabeth spricht, als…

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Wandgemälde Maria besucht Elisabet.

Das Fest »Mariä Heimsuchung« (Visitatio Mariae)

Jährlich am 2. Juli bzw. am 31. Mai begeht die Kirche das Fest Mariä Heimsuchung (auch…

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Medallion in den Händen einer Person, mit Darstellung Marias mit Herz, weißem Schleier und Sternenkranz

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Maria mit Sternenkranz mit Händen auf der Brust verschränkt umgeben von Engeln.

Das Hochfest »Mariä Empfängnis« (8. Dezember)

Jedes Jahr in der Adventszeit am 8. Dezember, genau neun Monate vor dem Fest der Geburt…

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Ursprung und Entwicklung des Festes

Der Gedenktag »Unserer Lieben Frau in Jerusalem« hat seinen Ursprung im Weihefest der Jerusalemer Kirche Sancta Maria Nova am 21. November 543. In der Ostkirche wurde an diesem Tag der Tempelgang der Gottesmutter gefeiert. Das Fest gehört in der Ostkirche zu einem der zwölf großen Feste des Kirchenjahres und wird vom Vorabend des 21. bis zum 25. November gefeiert.

Eine Reihe langer dünner brennender Kerzen vor einem Altar.

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Maria auf einer Wolke umgeben von Engeln, mit den Armen und Blick nach oben gerichtet.

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Rosenkranz in übereinander gelegten Händen einer Person. Drei Sonnenblumen.

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In der Westkirche begegnet das Fest erstmals im 9. Jahrhundert in England. Nachdem die römische Kirche das Fest lange abgelehnt hatte, übernahm sie es im 14. Jahrhundert unter dem Namen Mariä Opferung. Im Jahr 1472 wurde das Fest offiziell von Papst Sixtus IV. für die gesamte katholische Kirche als Mariä Opferung festgeschrieben.

Aber erst Papst Sixtus V. nahm das Fest dann im Jahr 1585 in den allgemeinen Festkalender der katholischen Kirche auf. Im Zuge der Liturgiereform durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde der 21. November zum »Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem«.

Quellen

  • Bieritz, Karl-Heinrich: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart; Berlin 1986, 238.
  • www.heiligenlexikon.de
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