Weiße blühende Kirschblüten.

Weißer Sonntag

Was passiert am ersten Sonntag nach Ostern?

Der Weiße Sonntag ist ist ein besonderer Tag im Osterfestkreis: An diesem Tag endet die Osteroktav und viele Kinder dürfen zum ersten Mal die Kommunion mitfeiern.

Bedeutung

Am Sonntag nach Ostern feiert die Kirche den sogenannten »Weißen Sonntag«, welcher zugleich auch den Abschluss der Osterwoche bildet. Sein frühestmöglicher Termin ist der 29. März und der späteste der 2. Mai.

Sein Name liegt im frühen Brauchtum begründet: So trugen in der frühen Kirche die in der Osternacht Getauften eine Woche lang bis zu eben jenem Sonntag weiße Taufkleider.

Ursprung

Im Jahr 1637 ist im schweizerischen Luzern am Weißen Sonntag erstmals der Termin für die Feier der Erstkommunion an diesem Tag erwähnt. Später gab es dann ab Mitte des 19. Jahrhunderts konkrete bischöfliche Anweisungen, die Erstkommunion an diesem Tag zu feiern, um auf diese Weise besonders der Erneuerung der Taufe zu gedenken.

Diese Tradition hat sich bis heute gehalten, sodass in den meisten katholischen Pfarreien die Erstkommunion an diesem Tag abgehalten wird.

Weiterentwicklung

Am 30. April 2000 wurde der Weiße Sonntag zudem durch Papst Johannes Paul II. auch zum »Barmherzigkeitssonntag« erklärt. Damit erfüllte er den Wunsch der polnischen Ordensschwester Maria Faustyna Kowalska (1905–1938), welche an diesem Tage heiliggesprochen wurde.

Quellen

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