Im Nebel scheint Sonne in der Dämmerung im hinter zwei Klostertürmen durch.

Mord im Kloster

Faszination Kloster-Krimi

Mysterien hinter Klostermauern

Der Erfolg von christlichen Krimis und Kirchen-Thrillern besteht schon seit vielen Jahren und ebbt auch nach zahlreichen Erfolgsromanen wie »Sakrileg« oder »Illuminati« nicht ab. Das Interesse an Geschichten rund um Betrug, Mord und Verrat, welche in einem kirchlich-religiösen Kontext umgesetzt wurden, ist seit jeher groß, wie beispielsweise auch klassische Krimis, wie die um G. K. Chestertons ermittelnden »Pater Brown« beweisen.

In diesem Zusammenhang lässt sich auch die Faszination rund um Verbrechen, welche sich in und um Klöster ereignen, gut erklären. Neben Umberto Ecos berühmten Roman »Der Name der Rose« lassen sich noch zahlreiche weitere Kloster-Krimis auf dem Buchmarkt finden. Doch was macht genau den Erfolg von Kloster-Krimis aus?

Das mag am Spannungsverhältnis zwischen christlichen Werten und den ihnen diametral entgegengesetzten Kriminalfällen liegen. Der Widerspruch von Tugend und Sünde wird in solchen Kriminalgeschichten besonders erfahrbar. Ein Kloster, als Ort der Ruhe, des Betens sowie des Lebens im Dienste Gottes, lässt schreckliche Verbrechen oder Verbrecher auf der einen Seite gleich noch schlimmer erscheinen – ist es doch theoretisch ein geschützter Raum voller Mitbrüder oder -schwestern, die nach Jesu Vorbild leben wollen.

Auf der anderen Seite strahlt es aufgrund seiner eigenen Regeln sowie seiner Abgeschiedenheit vom Rest der Welt etwas Geheimnisvolles aus. Selten bekommt man mit, was sich ganz genau hinter Klostermauern abspielt. Es wird vermutet, spekuliert. Unwissenheit und Zweifel kurbeln die Fantasie seit jeher an und bilden starke Motoren für abenteuerliche Geschichten, die zahlreiche Krimifans faszinieren und in ihren Bann ziehen.

Quellen

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